Spendenaktion aufgrund drastischer Corona-Maßnahmen in Rwanda


Unsere normalen Projektaktivitäten sind komplett heruntergefahren. Die Frauen, die die Kredite bekommen haben, dürfen nicht auf die Märkte, die Traumatherapie kann nicht stattfinden, die Nähschule ist geschlossen... Wir konzentrieren uns im Moment ausschließlich darauf, den Frauen in dieser schlimmen Situation bestmöglich zu helfen. Die Mitarbeiter erhalten selbstverständlich alle ihr Gehalt weiterhin. 

Da die Situation für die arme Bevölkerung dramatisch ist, haben wir eine Spendenaktion gestartet, mit dem Ziel, Essenspakete an die Familien aus unserem Projekt zu verteilen:

Nyiradende Katherina ist eine alleinerziehende Mutter von 3 Kindern. Nach dem Völkermord 1994 hatte sie niemanden mehr und lebte auf der Strasse als Prostituierte. Nachdem sie ihr erstes Kind bekommen hat, entschied sie, ein festes Heim zu finden, wo sie ihr Kind großziehen konnte. Von da an arbeitete sie als Tagelöhnerin auf den umliegenden Feldern und kann dadurch sich und die Kinder ernähren. Es ist ein schwerer und anstrengender Job, aber sie arbeitet hart dafür, dass sie wenigstens eine Mahlzeit pro Tag für ihre Kinder auftreiben kann. Sie ist eine liebevolle und hoffnungsvolle Mutter.

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Aufgrund der aktuellen Corona-Situation und der strengen Maßnahmen, kann sie nicht mehr auf den Feldern arbeiten, da die Besitzer kein Geld für die Löhne haben. Ihre einzige Einkommensmöglichkeit fällt weg und sie ist nicht in der Lage, Essen für sich und ihre Kinder zu kaufen.

So wie Nyiradende Katherina trifft es die meisten armen Familien in Rwanda. Die harten Maßnahmen treffen die Bevölkerung gravierender als das Virus selbst. Es gibt weder Rücklagen noch Sozialfonds und viele haben sich allein mit Hilfe von Gelegenheitsjobs über Wasser gehalten. Diese fallen nun alle weg, weil die Aktivitäten strengstens untersagt werden oder die Auftraggeber selbst kein Geld mehr haben, um Löhne zu bezahlen. Zudem sind die Lebensmittelspreise bereits angestiegen, was den Hunger und die Armut noch weiter verstärkt – der tägliche Kampf ums Überleben spitzt sich zu.

Die Regierung hat zugesagt, die Bevölkerung mit Essen zu versorgen, aber diese Hilfe erreicht längst noch nicht alle. Daher haben wir entschieden, Essenspakete an die hungerleidenden Frauen aus unserem Projekt zu verteilen.

Ein Essenspaket beinhaltet Folgendes und reicht für ca. 1-2 Wochen:

5 kg Reis
5 kg Maismehl
5 kg Bohnen

Falls ein größerer Betrag zusammenkommt, werden wir noch weitere Familien mit Essen versorgen oder ggf. noch weitere Essenspakete verteilen, je nachdem, wie die Situation vor Ort in 2 Wochen ist.

Die Verteilung wird durch unseren Coordinator Charles, Delphine (Zuständige Feldprojekt) und Egidia (Nählehrerin) mit Hilfe von den örtlichen Behörden durchgeführt. Für die Verteilung haben sie eine Sondergenehmigung erhalten, sodass sie sich offiziell außerhalb des Hauses bewegen dürfen und keine Gefängnisstrafe riskieren müssen.

Hier der Link zur Spendenaktion auf Betterplace

Corona Spendenaufruf

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!!!

 

Dieser Artikel beschreibt die aktuelle Situation in Rwanda sehr gut:

Corona Taz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neue Mikrokredite

Im Februar haben 5 Frauengruppen mit jeweils 5 Frauen einen neuen Kredit bekommen. Die Kredite wurden dieses Mal als Gruppen-Kredite vergeben, d.h. die Frauen machen ihr Business zusammen und sind auch gemeinsam für die Rückzahlung verantwortlich. Die Termine für die Rückzahlungen wurden so gelegt, dass es den Frauen möglich ist, ihr Business auch ohne einen neuen Kredit fortzusetzen. 

Drei der Gruppen haben ein Bohnen-Business gestartet. D.h. sie kaufen Bohnen in großer Menge auf dem Markt und verkaufen einen Teil in kleinen Mengen wieder zu einem höheren Preis. Und der andere Teil wird für einige Wochen gelagert, bis der Preis der Bohnen insgesammt steigt, und dann verkauft. 

Eine Gruppe hat 50 Hühner gekauft und sobald diese legereif sind, werden die Eier verkauft. Die fünfte Gruppe hat einige Schweine gekauft und plant, diese nach ca. 6 Monaten wieder zu verkaufen.

Wir wünschen den Frauen viel Glück bei Ihren Geschäften und sind schon gespannt auf die Ergebnisse!

 

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Jahresrückblick 2019


Liebe Freunde und Förderer,

schon wieder ist ein Jahr vorüber. Gemeinsam konnten wir im vergangenen Jahr wieder einiges erreichen. Im Jahresrückblick berichten wir über die Fortschritte in unserem Projekt Kwizera in Rwanda.

Ohne Ihre großartige Unterstützung jedoch wäre dies alles nicht möglich gewesen. Herzlichen Dank dafür!

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien von Herzen ein gesundes und glückliches neues Jahr 2020!
 
Herzliche Grüße
Ihr Kwizera-Team

 

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Eine Reise in die Vergangenheit


1981 - vor 38 Jahren verließen wir Kigali und machten uns auf in Richtung Deutschland, zurück in unsere Heimat.
Meine Eltern waren damals beim deutschen Entwicklungsdienst angestellt. Mein Zwillingsbruder Marcus und ich hatten die einmalige Gelegenheit unsere Teenagerzeit in Kigali zu verbringen.

Natürlich haben wir die Gelegenheit genutzt, dort zu übernachten, zumal es sehr zentral in der Nähe des berühmten Hotel Mille Colline (Hotel Ruanda) liegt. Wir tauchten ein in die afrikanische Mentalität, ließen uns vom Strom mit treiben und genossen die vielen neuen Eindrücke, die unsere Sinne streiften.

Wir - das sind meine Frau Nicole und unsere Töchter Medea und Jana. Dass ich mich nun endlich dazu entschließen konnte, meinen Traum wahr werden zu lassen, ist Kwizera e.V. zu verdanken. Insbesondere das Feldprojekt und mein Mitwirken bei Kwizera e.V. seit fünf Jahren, waren unschlagbare Argumente, diese Reise anzutreten. Aufgrund meines Agrar Studiums und einigen Aufenthalten in West-Afrika (Benin, Togo) liegt mir das Feldprojekt besonders am Herzen. Daher habe ich mich mit Charles, unserem Koordinator vor Ort, auch gleich zu den Feldern aufgemacht und diese in Augenschein genommen. Mit vielen Ideen im Gepäck gilt es nun, gemeinsam einen sinnvollen Anbauplan zu erstellen. Die Frauen, welche die Felder bewirtschaften, erhalten einen Mikrokredit. Bei erfolgreicher Ernte können sie diesen dann ablösen. Ganz nach unserem Motto: Hilfe zur Selbsthilfe!

Die mitgebrachten Nähmaschinen wurden von Nicole und unseren Töchtern mit den Näherinnen vom Projekt gleich mal ausprobiert. Nun wird mir erst bewusst, wie viel Arbeit auch schon in den kleinsten Handarbeiten steckt! Mit den neuen elektrischen Nähmaschinen, viel Geschick und Geduld meistern die Näherinnen auch die kniffligen Patchwork-Arbeiten. Aber auch die fußangetriebenen, älteren Nähmaschinen klackern im Takt. An den bunten Stoffen und den vielfältigen Mustern kann man sich kaum satt sehen. Die Frauen tragen mit einer Eleganz und einem Stolz die traditionelle Kleider, dass man gar sprachlos ist...

Wir bekamen als Familie das Vertrauen entgegengebracht, an einer Traumatherapie teilzunehmen. Wir alle werden diesen zutiefst emotionalen Vormittag niemals vergessen. Die grausamen Verbrechen, die während des Genozids an den Frauen verübt wurden, können nicht in Worte gefasst werden. Die Therapiesitzungen geben den Frauen Halt und Kraft. Es ist ein geschützter Raum, indem sie mit Ihren Erlebnissen nicht allein sind, sie können sich gegenseitig mitteilen - diese besondere Art der Verbundenheit zwischen den Frauen ist nahezu greifbar.

Immer wieder fasziniert uns die gewaltige Lebensfreude vieler Ruander, sie winken uns zu, lachen uns an und lassen uns an ihrem Leben teil haben. Immer wieder wünschen wir uns, Kinyaruanda verstehen zu können.

Uns fiel es schwer, das Projekt in Huyè zu verlassen, aber wir freuten uns auch darauf, noch mehr von diesem besonderen Land zu entdecken. Mit den öffentlichen Bussen fuhren wir weiter in Richtung Kivu-See. Wer schon mal in Afrika unterwegs war, weiß, was das für ein Abenteuer sein kann. In Ruanda gibt es nur sehr wenig befestigte Straßen, ständig geht es auf und ab, darum heißt Ruanda auch „Land der 1000 Hügel“ und so fühlt es sich dann auch in den kleinen Bussen an. Ruanda ist sehr grün und durch die kleinbäuerliche Struktur sehr intensiv bewirtschaftet. Es vergehen nur sehr wenige Kilometer ohne Menschen zu sehen, die schwere Lasten auf ihren Köpfen tragen oder diese mit ihren Fahrrädern die Hügel rauf und runter transportieren. Das ist dann doch sehr paradox, wenn wir in Deutschland nur um des Freizeitwillens so unterwegs sind und das meist ohne schwere Last oder gar mit dem eBike.

Wir wollen den Congo Nile Trail entlang des Kivu-Sees von Karongi bis Rubavu bewältigen. Unser Zeitmanagement hat uns dafür 4 Tage eingeräumt. Wir haben es uns etwas leichter gemacht und zeitweise das Boot, sowie Mototaxi verwendet. Zum Abschluss der Urlaubsreise sind wir mit einem geliehenen Geländewagen 3 Tage im Nationalpark Akagera gewesen. Es ist schon ein überwältigendes Erlebnis, Giraffen, Nilpferde, Büffel und sogar Elefanten aus nächster Nähe zu sehen.
Die Zeit in Ruanda ist wie im Flug vergangen. Jeder Tag war ein unvergessliches Abenteuer für sich, das wir nur jedem empfehlen können. Wir haben uns absolut sicher und wohl gefühlt und wurden überall mit einer unglaublichen Herzlichkeit empfangen. Für Aufenthalte in Huyé können wir die Zimmer im Projekthaus wirklich weiter empfehlen!

Murakoze cyane
Vielen Dank

  

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Feldprojekt


Dank einer tollen Spendenaktion anlässlich eines 60. Geburtstages sind wir nun stolze Besitzer von zwei Feldern in Rwanda/Butare!
Wir möchten uns nochmal ganz herzlich bei den großzügigen Spendern bedanken!!!

Aktuell arbeiten die Frauen an der Vorbereitung des ersten Feldes und sobald dies abgeschlossen ist, werden sie mit dem Bepflanzen starten. Auf dem ersten Feld sollen Bananen und Cassava angebaut werden. Für die Arbeit auf dem Feld erhalten die Frauen einen fairen Tageslohn. 
Das zweite Feld soll von einigen Frauen in Form einer Kooperative selbst bewirtschaftet werden.
Für die Anschaffung der Setzlinge erhalten sie dann einen Kredit. 

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Spendenkonto

Kwizera e.V.
Konto-Nr.: 7030592600
IBAN: DE45430609677030592600
BIC: GENO DE M 1 GLS
GLS Bank

Weitere Informationen

Kwizera auf betterplace.org

betterplace.org ist eine der größten Spendenplattformen Deutschlands. Dort treffen Menschen, die helfen wollen, auf Menschen, die Hilfe brauchen. Hier finden Sie unser Projekt:

betterplace Logo org

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